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Album Review: Revolution – von Betontod

Eine Rezension über eine Punkrockband…BETONTOD…okayyyyyy. Wie immer, urteilsfrei und unvoreingenommen herangehend, aber mit einem gewissen Wissensstand was die so gerockt haben, ich weiß jetzt schon –   BETONTOD sind absolut kein unbeschriebenes Blatt. Den Titel des Top 10-Albums „Revolution“, finde ich ja schon mal extrem gut, Revolutionen sind meistens ja was Positives;  Sie bewegen – ja verändern, rütteln wach – und diese Jungs möchten was bewegen, das merkt man. „In welcher Gesellschaft wollen wir leben, alles läuft immer schneller, immer weiter in eine Richtung, in der der Einzelne immer weiter in den Hintergrund tritt. Es wird Zeit, den Menschen zu zeigen, dass ein kleiner Teil nicht berechtigt, die Legion der Vergessenen immer größer werden zu lassen. Es wird Zeit für eine Revolution!“ Das sind die Worte von BETONTOD. Wir müssen uns noch gedulden, am 13.01.2017 ist es dann Zeit für „Revolution“.

 

Betontod

Bandgeschichte 

Wie viele junge Männer träumen sie den Traum von einer Band. Wenn man keine Noten lesen kann, kein Instrument spielen kann, liegt es nahe eine Punkband zu gründen. Die fünf Jungs aus NRW, aus Rheinberg haben ihren Traum wahr gemacht. Mittlerweile blicken sie auf eine stattliche Fangemeinde, haben den Einstieg in die Top 10 der Charts schon mal geschafft und gehen ihren Weg konsequent weiter. Wer seit 20 Jahren – sie haben sich nämlich um 1990 gegründet – in eigener Regie über 1000 Konzerte organisiert hat, wer 7 Studio und 3 Live Alben aufgenommen hat, wer zweimal auf dem Wacken gespielt hat, der hat definitiv den richtigen Weg für sich gewählt. Selbstbewusst sind sie und so ist es Zeit, ein Nachfolge-Album anzugehen. Sie wissen jetzt genau, was sie ausmacht und die Marschrichtung heißt „ehrliche und gerade Musik“ zu machen und die perfekte Mischung aus Punkrock und Metal zu spielen– was in Deutschland einzigartig ist. Mit Vincent Sorg, der auch als Produzent von Größen wie IN EXTREMO, DONOTS und DIE TOTEN HOSEN bekannt ist und Fabian Zimmermann, greifen sie auf die beiden eben genannten Produzenten mit dem Wissen zurück, dass es eine vertraute Umgebung ist, in der ihr reifstes Album entstehen konnte.

Betontod

 

Bandmitglieder

Oliver Meister – Gesang
Frank Vohwinkel – Gitarre
Adam Dera – Bass
Mario Schmelz – Gitarre
Maik Feldmann – Schlagzeug

 

INTRO

Mich hat die Melodie sofort erreicht, absolut nicht das was ich erwartet habe, was mich allerdings dabei total irritiert, ist der in meinen Augen sehr abrupte Schluss. Gitarre und Bass absolut die mir sofort unter die Haut gingen, als Einstieg ein absolut gelungenes Stück.

REVOLUTION

Schon die ersten Takte vermitteln, hier geht die Post ab. Der Text des Songs, rüttelt auf und zieht einen in den Bann.  Ich hatte beim Hören den Eindruck, ich muss jetzt sofort aufstehen und mich anzuschließen, revolutionär zu agieren. Die Beats schnell und hart, unverkennbare Punkrock-Töne und dazwischen Metal-Gitarre und Drums perfekt untergebracht.

KÜSS MICH

Mein Lieblingstitel – eine Mischung zwischen melodischen Parts und einem Stakkato von Tönen, wie das so ist beim Küssen. Sanft und leicht und dann auch wieder heftig und bis das Herz zum Halse schlägt. Der Song erzählt eine Liebensgeschichte.. von damals, Verfolgung durch Nazis, Diskussionen mit Polizisten, Saufen und dass alles mit „Ihr“ trotzdem schön gewesen ist – in Freiheit.

WELT IN FLAMMEN

Wieder dieser einzigartige Beat mit einem sehr hintergründigen Text, über die Zustände unserer Welt, ich kann darin die traurige Geschichte Flüchtlingsproblematik erkennen, über brennende Städte und dass den „Angekommenen“ ihre neue Heimat schon wieder brennt.

ICH NEHM DICH MAL MIT

Ein absoluter Gutelaune-Song. über eine Zeit, die wir wohl heute alle als „geile Zeit“ beschreiben würden. Das ist ein absoluter Ohrwurm, für meine Ohren auf jeden Fall. Gitarrenverstärker, hohe Tempis und dies rauen Stimmen, feinster Punkrock eben.

HERZ AN HERZ

Ich würde sagen, ein Liebeslied der besonderen Art – die Worte „Seite an Seite – Herz an Herz“  eine Hommage an die Liebe, dass man auch in Schlechten Zeiten zusammen halten soll. Melodiös und wie in fast allen Songs, laden die Refrains zum Mitsingen ein.

VERDAMMT SCHWER

Der Song beweist, dass die Jungs es auch ruhiger können. Die ruppig-raue Stimme von Oliver Meister, der Gitarre, der Bass im Hintergrund untermalen den Song und man leidet mit ihm und mit seinem Herzschmerz.

FREIHEIT ODER TOD

Auch dieser Song reiht sich, Freiheit oder Tod, dass wir den Willen immer wieder aufbringen müssen, zu Kämpfen. Hier sind es wieder die Schnellen Tempi, die Stimme von Oliver und der Text, der dem Song seinen Charakter und seinen Inhalt verleiht.

RANDALE UND BAMBULE

Hier überwiegt eindeutig Metal, das zieht sich durch den ganzen Titel durch, ein geiles Gitarrensolo, bebende Drums noch dazu und die Aufforderung an uns, zu protestieren. Bambule steht für Protest, mit dem Gefangene durch das Trommeln mit allen möglichen Gegenständen, in Gefängniszellen protestieren.

FREUNDE

Dieser Song beginnt wunderschön ruhig, ich habe mich entspannt zurück gelehnt, um danach aufrecht zu sitzen und vermutlich mit einem hellwachen Gesichtsausdruck. Es ist wieder die Stimme von Oliver und der Text, der von einer immer andauernden Freundschaft handelt. Dazu dieser Refrain, dass sie Freunde für immer bleiben. Ich kaufe denen jedes Wort ab, den diese Kerle singen.

ES LEBE DIE FREIHEIT

Hier geht es darum den Augenblick zu genießen, das Hier und Jetzt – Es lebe die Freiheit – alles andere ist uns scheißegal.  Ja sie haben damit vollkommen Recht, das jetzt zählt, nicht was war und nicht was kommt. Temporeich und doch melodiös ist das Lied mit diesem tiefsinnigen Text schnell vorbei.

MANN ÜBER BORD

Wenig Text, aber dafür einige sehr gekonnte Gitarrenriffs, ein langes geiles Solo und ein absolut passender Titel zum Abschluss. Sie singen vom Untergang und dass sie trotzdem überleben werden, dass sie dieses Leben lieben und ich vermute, sie meinen damit schon auch sich.

FAZIT

Ein sehr gelungenes Album, kritische Texte, wie die Fans es gewöhnt sind, cooler Punkock und viel Metal. Ein sehr eigener Stil und ins Ohr gehende Refrains. Ich mag das Album sehr, ich werde es sicher oft hören und ich kann jedem der auf diese Art von Musik steht, es sich zu kaufen. Kennt man das Genre nicht so genau, macht es absolut Lust sich mit Musik und Text auseinander zu setzen. Es ist kein Album und keine Musik, die man einfach mal so nebenbei hört, dazu sind die Themen zu aktuell und kritisch. Ich werde ab sofort in meinen Sendungen auch BETONTOD spielen – definitiv.

BETONTOD „REVOLUTION“ TOUR:
10.03.2017          Dresden – Reithalle / Strasse E
11.03.2017          München – Backstage Werk
17.03.2017          Berlin – Huxleys Neue Welt
18.03.2017          Hamburg – Große Freiheit 36
24.03.2017          Frankfurt – Batschkapp
25.03.2017          (CH) Zürich – Volkshaus
31.03.2017          Stuttgart – LKA Longhorn
01.04.2017          Essen – Weststadthalle

facebook.de/antirockstars
www.betontod.de
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