Single-Review: „Mission Abort“ von ALIENARE

Quelle: www.ALIENARE.net

Musikalisch von Depeche Mode, And One, Eisfabrik und einigen anderen „dunklen“ Musikgrößen inspiriert, gründete T.Green im Mai 2013 ALIENARE. Der Frontmann mit der grünen Krawatte verfügt über eine ausgeprägte, angenehm dunkel und melancholisch klingende Stimme. Diese ergibt zusammen mit den klaren Klängen des Synths und leicht dem Techno House angelehnten Drumsequenzen ein akustisches Feuerwerk.

Zur Vorbereitung der im November startenden Move!Tour veröffentlichte ALIENARE nun die Debut-Single „Misson Abort“. Hierauf finden sich der Titeltrack in zwei verschiedenen Versionen, aber auch zwei weitere Songs, die ich hier nun näher betrachten möchte.

Misson Abort

Beim ersten Anhören zoomte mich das Lied in die Zeit der frühen Neunziger, als Techno und Acid ihre wahre Hochzeit erlebten. Melodisch geradezu spartanisch gehalten, überzeugen sehr klare Synths unterstützt von stampfenden Drums. Es ist gerade diese Einfachheit, die einem das Lied so einladend erscheinen lässt. Wer bei diesem Beat nicht instinktiv das Tanzbein schwingen möchte, ist entweder am Boden fest gewachsen oder schlicht tot. Zusammen mit dem dunklen imperativen Sprechgesang von T.Green ist dieser Song völlig zu Recht der Haupttrack.

City Lights

Beim zweiten Song lassen es ALIENARE ein wenig ruhiger angehen. Dafür gibt es mehr Sound aus dem Synthesizer, aber weniger und ruhigere Drums. Das passt zur Thematik des Liedes recht gut. Der Gesang geht in diesem Stück stellenweise leider ein wenig unter. Das finde ich gerade hier schade, handelt der Song doch davon, dass man selbst in einer Großstadt sehr einsam sein kann.

Insgesamt dennoch ein wirklich schönes Lied.

Without Words

Es wird mir nicht gelingen, diesen Song ohne Worte zu beschreiben, geschweige denn mit nur wenigen.
Wer bei City Lights verschnaufen konnte, wird nun gleich wieder auf die Tanzfläche gezerrt. Waren die beiden vorherigen Songs dunkel und etwas schwermütig, so strotzt Without Words förmlich vor Lebensfreue. Bezieht man diese vermeintliche Lebensfreude auf den Text, kann es sich nur um einen Befreiungsschlag aus einer auf Täuschung, Lügen und Ignoranz basierenden Beziehung handeln. Selbsterklärend, dass man so etwas feiern möchte. Gelingt mit diesem Lied sehr gut.

Mission Abort (Includance Mix)

Die Debut-Single wird mit einem Remix des Titelsongs abgerundet.
Die nicht mehr so brachial stampfenden Bässe lassen den Remix etwas weniger „schwer“ erscheinen. Irgendwie erscheint des Lied im Remix unspektakulärer, wenn gleich ich nicht einmal festmachen kann, ob und was mir da fehlt. Vielleicht ist es mein bass-verliebtes Ohr, das T.Green mit diesem Lied etwas auf Diät gesetzt hat. Insgesamt macht auch der Remix einen guten Eindruck, wenn gleich mir das Original besser gefällt. Aber Lieder sind wie Essen: jeder hat so seinen Lieblingsgeschmack und so wird es auch für den Remix sicher reichlich Genießer geben.

Fazit:

Die Debut-Single ist ein sehr deutlicher Fingerzeig, dass wir unsere Ohren auf ALIENARE ausgerichtet lassen sollten. T.Green hat mit den vorliegenden vier Songs sehr gut unter Beweis gestellt, dass da noch viel mehr geht. Ich möchte mein Mikrofon verwetten, sollte er uns 2017 nicht mit einer Weiterentwicklung seiner Musik erneut überraschen.

4 von 5 grünen Krawatten ;-)

Save The Date:

ALIENARE wird am Montag, 17.10.2016 live in der WochenStarthilfe zu Gast sein und sich dort Dirks fragen stellen. Zu gewinnen wird es übrigens auch etwas geben.

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