Review: Solo-Album “The Long Road Home” von Danny Worsnop

Was hab ich mir meine Händchen gerieben, als ich hörte, dass ich die Review für Danny Worsnops Album “The Long Road Home”  machen könnte. War ich doch schon beim Anhören der Single „Anyone But Me“ so begeistert und habe seither sehr gespannt auf das angekündigte Album gewartet. Ich habe mich wieder in meinen Schaukelstuhl, auf meine imaginäre Südstaaten-Häuschen-Veranda gesetzt und Danny’s Songs gelauscht. Danny hat meine Erwartungen voll erfüllt- nein übertroffen. Schreibe ich denn bei dieser Review mein Fazit schon am Anfang? Nein ich bin nur hemmungslos begeistert.

Bandgeschichte

Danny Worsnop war bzw. ist wieder der Frontmann von der Metalband „Asking Alexandria“ und war ununterbrochen der Frontmann bei „We Are Hot“. Bei seinem neuen Solo-Album „The Long Road Home“ kommt die Stimme von Danny, die in meinen Ohren einen absoluten Widererkennungswert hat, erst richtig gut zur Geltung. Er bleibt dem Rock’n Roll treu, macht auch vor tiefgehendem Bluesrock und dem sogenannten Outlaw-Country nicht halt. Outlaw-Country ist ein Sub-Genre und hat als Hintergrund eine Protestbewegung, überwiegend texanischer Country Musiker, gegen das Nashville-Establishment. Seine Songs sind voll mit Emotionen, die er und wir vielleicht alle irgendwie oder irgendwann schon mal durchlebt haben. Er holt uns ab, nimmt uns mit seinen Songs mit und lässt uns alle dieses Erlebte spüren. In seinem ersten Song „Poznac“ geht es um einen Arzneistoffe der gegen Depressionen eingesetzt wird. Folglich hat er damit auch schon seine Erfahrungen gemacht. „Mexiko“ klingt dann wieder ganz anders, fröhlicher und es ist ein absolut moderner Country Song.  Jeder seiner Songs ist getränkt mit Tod und Leben, mit Sex, Alkohol und Gewalt. Seine Songs machen aber nicht traurig, sie vermitteln und strahlen Hoffnung aus, dass sich alles immer zum Guten wenden kann. Es ist ein Genuss, diese whiskeygetränkten und nostalgischen Balladen zu hören und seine Lebenslust in jedem Song zu spüren.  Sein Umzug nach Texas hat ihn offensichtlich unheimlich inspiriert. Kein Song klingt gleich, aber jeder ist so konzipiert, dass wir seine Emotionen fühlen.

In  “Quite a While” setzt er sich mit seinem Glauben auseinander und das hören wir in einem wunderschöne Geigen-Solo, einer  Slide-Gitarre und viele Töne,  die unheimlich choral klingen. Dieser Song klingt so viel glücklicher und lässt erahnen, dass er dabei begonnen hat, die Auswirkungen zu erkennen, was er für sich und seiner Umgebung angetan hatte. Wer es gerne nostalgisch hat, der wird den Song „Do Not Overdrink It“ lieben,  er ist stark geprägt von Klavier-  und Steel-Gitarren-Elementen und einem sehr eigenem Rhythmus.

In dem Song „The Man“ wird der Rhythmus schneller und wir hören den sogenannten Sprachgesang. So erzählt Danny seinen Geschichten durch die Musik. Alle seine Songs erzählen von seiner Zeit, als er am Boden war und er sich wieder aufgerappelt hatte.

Track-List:

  • Prozac
  • Mexico
  • I Feel Like Shit
  • Anyone But Me
  • High
  • I Got Bones
  • Quite A While
  • Don’t Overdrink It
  • I’ll Hold On
  • Midnight Woman
  • Same Old Ending
  • The Man

Fazit

Ich glaube, man hat in den Zeilen davor schon gelesen, wie unendlich begeistert ich von dem Album „”The Long Road Home” bin. Es sind 13 Songs die unter die Haut gehen, die die schwere Zeit eines jungen Mannes reflektieren und man aber das Gefühl hat, er ist jetzt auf einem guten Weg und man ist irgendwie daran beteiligt. Mir mach das Album mit dem detailgenauem Einsetzen von Klavier, Geige, “Steel-Guitar” so unheimlich gute Laune. Seine Stimme ist der Hammer, die Melodien gefühlvoll und handwerklich ist das absolut feine Musik. Ich bleibe noch ein bisschen auf meiner Veranda in meinem Schaukelstuhl, schaue auf meinen Cadillac mit dem ich gleich eine einsame Landstraße entlang cruisen und dabei Danny lauschen werde.

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